Auch unser 3. Mannschaftskampf ging verloren. Diesmal allerdings nur denkbar knapp. Es fehlte lediglich ein halber Punkt zu unserem 1. Mannschaftspunkt. Ohne unsere beiden Topspieler zeigten wir diesmal eine deutlich verbesserte Leistung gegenüber dem doch enttäuschenden Auftreten in den beiden ersten Spielen.
Ich musste leider schon nach etwas mehr als 2 Stunden die Segel streichen. Bei einer Kombination mit dem Abtausch mehrerer Figuren hatte ich übersehen, dass mein Springer keine Rückzugsfelder mehr hatte, so dass ich die Figur gegen 2 Bauern einbüßte. Die Stellung war trotz zäher Verteidigung auf Dauer nicht zu halten, so dass wir schon frühzeitig in Rückstand gerieten. Unser „Edelreservist“ Sohrab spielte erneut eine schöne Angriffspartie und glich bald danach zum 1 : 1 aus. Nach rund 3 Stunden remisierten Steffen und Pascal in ausgeglichenen Stellungen und stellten das Ergebnis auf 2 : 2. Sabine hatte sich bereit erklärt, einzuspringen und kämpfte lange mit Turm und Läufer gegen eine Dame, konnte am Ende den Durchmarsch eines Freibauern aber nicht verhindern. Damit gingen die Gastgeber erneut in Führung: 3 : 2.
Nervenaufreibend verlief die Partie von Tim. Er hatte die Partie lange im Griff und seinen Gegner schwer unter Druck gesetzt und eine Qualität gewonnen. Gegen Ende der Partie bekam sein Gegner mit der Dame noch einmal Gegenspiel. Schließlich hatten beide vor den letzten Zügen bis zur Zeitkontrolle weniger als 20 Sekunden auf der Uhr. In einem Blitzentscheid behielt Tim die Übersicht und konnte seinen Gegner am Ende matt setzen. Wahrlich nichts für schwache Nerven. Beim Stand von 3 : 3 kämpften am Ende bis kurz vor Mitternacht noch Detlef und David um einen Mannschaftspunkt. Ich hatte gegen 23.30 das Spiellokal verlassen. ( Tim übernahm dankenswerter Weise die Mannschaftsführung ). Detlef kämpfte verbissen gegen seinen Gegner mit DWZ 2093 um das Remis. Am Ende verlor er die Partie auf Grund der besseren Bauernstellung seines Gegners. David musste sich schließlich mit einem Remis zufrieden geben, so dass letztlich der Kampf knapp verloren ging.
Auf jeden Winter folgt ein Frühling. Ich bin zuversichtlich, dass wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt noch schaffen, zumal wir dann wohl auch ab und an in Bestbesetzung antreten können.
Ein besonderer Dank gebührt Gerald Gremmel, der seinen Sohn begleitete und den ganzen Abend tapfer in der Bar des Fußballclubs ausharrte. Immerhin kam er dabei in den Genuss des Bundesliga Spitzenspiels
Stuttgart gegen Bayern. Freuen konnten wir uns auch über Schlachtenbummler Thorsten Jaeger, der uns durch seine Anwesenheit den Rücken stärkte.
Georg Zippert