Schachwitze

Hübner

Dr. Rober Hübner, promovierter Papyrologe, ist der beste deutsche Schachspieler seit Emanuel Lasker. Ihm werden viele Anekdoten zugeschrieben, zum Beispiel folgende: 
Einmal bot ein Spieler Hübner remis an. Hübner: "Zu früh." Nach einer Reihe von Zügen gab es ein erneutes Angebot, Hübner: "Zu spät!" 
Eine andere Anekdote rankt sich ebenfalls um ein Remisangebot, das mit den Worten: "Möchten Sie remis?" offeriert wurde. "Nein!", war die Antwort. "Sie wollen also gewinnen?" "Nein!" Nun war der Gegner verwirrt: "Was wollen Sie denn?" "Spielen!", sagte Hübner. 

Doppelbauer

Dr. Ossip Bernstein und Jefim Bogoljubow, die einstigen Landsleute, hatten sich lange nicht gesehen. Nun kreuzten sich beim Berner Turnier 1932 endlich wieder einmal ihre Wege. Wohlgefällig ruhten Bernsteins Augen auf der ziemlich füllig gewordenen Gestalt des Freundes. "Gut siehst du aus", rief er endlich, "der reinste Doppelbauer!"

Er bedrohte ihn mit Rauchen

Großmeister A. Nimzowitsch hatte eine empfindsame und explosive Natur. Er war in Meisterkreisen bekannt, daß er als Nichtraucher besonders anfällig dafür war, wenn ihn ein Gegner mit Zigarrenqualm einzunebeln versuchte. Beim Kandidatenturnier 1927 in New York hatte Nimzowitsch seinem Gegner Dr. Vidmar vor ihrer Partie gebeten, nicht zu rauchen. Der jugoslawische Großmeister war einverstanden, allerdings nur mit der Einschränkung, daß er nur dann eine Zigarre nehmen würde, wenn er in eine sehr schlechte Stellung kommen würde. Das Treffen verlief nikotinfrei - Dr. Vidmar gewann! Der verärgerte Nimzowitsch beschwerte sich daraufhin beim ungarischen Turnierleiter G. Maroczy, über das verdammte Rauchen. Erstaunt erwiderte der Turnierleiter: "Aber ihr Gegner hat doch gar nicht geraucht!" "So nicht geraucht sagen sie? Schlimmer als das - er hat mich mit Rauchen bedroht! Ständig lag die Zigarre neben dem Schachbrett, so daß ich mir sagte: machst du jetzt einen starken Zug, greift er zur Zigarre. Wie kann ich dabei die Partie gewinnen? Und sie als Turnierleiter wissen selbst, daß die Drohung stärker als die Ausführung ist."

Schachwitze

"Schach ist nicht alles im Leben - Wissen Sie wenigstens, wer das gesagt hat, junger Mann?" "Nein, aber eines ist sicher: Es muss ein Verlierer gewesen sein."

"Du, Onkel Ralf, wie lange spielst du schon Schach?" "Seit vierzehn Jahren." "Und wie lange musst du noch?"

Mannschaftskamerad Bauer spielt beim Vereinsabend gegen einen Gast. "Sie, mein Herr", meint der Fremde, "Sie sitzen auf meiner Brille." "Na und?", erwidert Bauer. "Wollen Sie etwa jetzt schon gehen?"

Göffel, der Oberkiebitz, verrenkt sich den Hals und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Einige Tage später kommt vom Verein ein Telegramm:
"Gute Genesungswünsche. Deine Mannschaftskameraden - mit 4 zu 4 Stimmen, aber bei besserer Berliner Wertung."

Bauer zieht Bilanz: "Meine Mitgliedschaft hat dem Schachclub gut getan. Als ich kam, hatten sie schlechte Laune, und als ich ausgetreten bin, waren sie wieder gut drauf."

"Meine schönsten Stunden verdanke ich dem Schach", bekennt Bauers Frau vor einer Freundin. "Warum?" fragt die Freundin erstaunt. "Spielst du oft Schach?" "Ich nicht, aber mein Mann."

"Meine Frau hat gesagt, sie lässt sich scheiden, wenn ich nicht endgültig das Schachspielen aufgebe" "?Das ist ja scheußlich!" "Ja freilich, ich werde meine Frau wirklich sehr vermissen!!!"